Twitterquette für Podiumsteilnehmende?
Am Samstag veranstaltete der djv die Besser Online-Tagung in Mainz, die ich aus Hamburg über die Twitter-Search nach #djv_bo mit verfolgte.
Am Rande der Veranstaltung entspann sich eine Diskussion darüber, wie das angemessene Verhaltenskonzept von Podiumsteilnehmern mit Twitter-Account aussieht:
matthiasdan Von 4 Diskutanten auf Twitter-Podium hat nur Frank Schmiechen @weltkompakt nicht gleichzeitig getwittert. Höflich oder Akku leer? #djv_bo qwasi @matthiasdan: Von 4 Diskutanten auf Twitter-Podium ... gibt es eine Twitterquette für diese Fälle? #djv_bo weltkompakt @matthiasdan höflich romelu Ich lass mir das twittern nicht verbieten. #Djv_Bo
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Eine Diskussion, die sich im Real-Leben beim Zusammentreffen mit Gewohnheiten des Digital Lifestyle schnell entzündet.
Zwei Dinge fielen mir besonders auf: Ich selbst glaube nicht mehr an das Konzept "Multitasking". Aber den Mitveranstalter @PJebsen scheint das Twittern von Podiumsteilnehmern nicht zu stören, er tritt mit seinem Tweet eher in die Rolle eines vermittelnden Mediators.
Wer nicht live in Mainz dabei war, konnte nicht so einfach nachvollziehen, ob es ein "offizielles Twitterverbot" gab (was Robin Luchts Tweet doch ziemlich nahelegt) oder es "nur" um kritische Anmerkungen zum Verhalten auf der Bühne ging, was wohl letzten Endes der Fall war.
Um was geht es?
Nicht nur Offliner stören sich daran, dass auf Podien zunehmend getwittert wird. Die Teilnehmer widmen sich stärker ihrer Online-Reputation ("Ich bin der erste...") wahlweise der Hingabe an ihre Lieblingstätigkeit als ihren Mitdiskutierenden oder den Erwartungen des Publikums.
Das ist für mich eine Frage des Stils und des Respekts gegenüber denen, die sich mit mir auf und vor der Bühne befinden. Die Menschen vor der Bühne haben womöglich Anfahrtswege auf sich genommen und Eintritt bezahlt.
Wenn ich in dieser Situation twittere, signalisiere ich, dass mir meine Follower wichtiger sind, als die Anwesenden. Was mich unangenehm an Restaurant-Besuche Ende der achtziger Jahre in Italien erinnert, als den Handy-begeisterten Italienern ihre Kontakte am Telefon wichtiger waren als ihr interessiertes Gegenüber.
Brauchen wir eine Twitterquette?
